Hendrik am Donnerstag, 16. April 2026 - Sonntag, 19. April 2026 in 2026
Calivigny Island, Woburn Bay nach Baie Nettlé, Saint Martin

Schlag nach Norden

Am sechzehnten April geht es endlich wieder los. Während der zwei Monate hat sich in der verschlossenen Woburn Bay bereits wieder ein wenig Bewuchs am Unterwasserschiff gebildet und eine Menge an der Ankerkette. Obwohl ich die Kette nur grob schrubbe dauert es eine knappe Stunde bis der Anker an Bord ist.

Ausfahrt aus Woburn Bay. Stampfen gegen Wind und Welle.

Es weht bereits ganz gut, und für Mitternacht bis Mittag ist es recht stürmisch vorhergesagt. Ich setze nur die Genua und selbst die von Anfang an eingerollt zum zweiten Reff. Trotz des kleinen Segels geht es gut voran mit fünf bis sechs Knoten.

Vor Grand Anse kommen kurz ein paar Delfine zu Besuch.

In der Nacht bin ich zwar bereits etliche Meilen von der Küste, aber die Dunkelheit ist voller weißer Lichter. Etliche Fischerboote sind hier draußen unterwegs. Ich schlafe meist nur zehn bis fünfzehn Minuten am Stück und sitze dazwischen zum Teil ein bis zwei Stunden im Cockpit.

Die zweite Nacht bin ich alleine auf dem Wasser und kann mich in Ruhe für für eine volle Stunde hinlegen bevor ich den Kopf rausstrecke.

Am Mittag von Tag drei schläft der Wind das erste Mal für ein paar Stunden ein.

Flautedümpeln

Die Genua fing schon vor drei Jahren auf dem Weg von Irland nach Porto Santo an zu delaminieren. Jetzt hat sie wohl ihr Ende erreicht.

In der Flaute spielt eine Delfinschule um Lua herum.

Ich segel mit voller Genua, später Genua und Groß. Muss aber bald wieder reffen.

Zum Morgengrauen des vierten Tages liegen Saint Kitts und Sint Eustatius im Osten.

Der Anker fällt im Nordwesten von Saint Martin (auf der französischen Seite) auf erschreckend flachen drei Metern.